Meine Geburtsvorbereitungen

Da die Geburt nun nicht mehr weit ist, bereite ich natürlich schon einige Dinge für diese und für das darauffolgende Wochenbett vor. Was genau ich da mache und gemacht habe, möchte ich im heutigen Blogbeitrag erläutern, da ich finde, dass es einige Dinge gibt, die man beachten kann und sollte. Mit meiner Auflistung kann ich so vielleicht die ein oder andere Schwangere bei ihren Vorbereitungen inspirieren oder Punkte aufbringen, an die sie vielleicht noch nicht gedacht hat. Aufgeteilt habe ich die Auflistung in körperliche und organisatorische Vorbereitungen.

Körperliche Vorbereitungen

Um mich auf den Kraftakt Geburt vorzubereiten tue ich alles um meinen Körper schon im Vorhinein zu unterstützen. Natürlich öle ich mich weiterhin täglich ein bis zwei Mal ein, dass soll aber eher den Dehnungsstreifen vorbeugen. Zusätzlich habe ich ca. in der 35 SSW mit Dammmassagen angefangen. Dazu verwende ich ein spezielles Öl von Weleda. Die Massage soll dabei helfen einem Dammriss vorzubeugen und das Gewebe weich und dehnbar zu machen. Bei Youtube und im Internet gibt es verschiedene Anleitungen, wie man diese Massage täglich durchführt und auch deine Hebamme kann dir dabei helfen es zu erklären. Ein paar Mal habe ich auch schon gelesen, dass Frauen die Massage von ihrem Partner haben durchführen lassen, wenn sie Probleme hatten, da ran zu kommen oder weil sie nichts sehen können. Aber mit etwas Gefühl geht das auch ganz gut alleine. Weiterhin trinke ich seit ca. der 36 SSW eine Tasse Himbeerblättertee am Tag. Den bekommt man in der Apotheke oder im Reformhaus und er soll dabei helfen, den Körper zu entschlacken und die Beckenbodenmuskulatur zu lockern und das Gewebe weich zu machen. Außerdem kann er die Wehen auf natürliche Weise leicht anstupsen und die Geburt erleichtern. Zusätzlich gehe ich seit der 37 SSW ca. einmal die Woche zur Akupunktur ins Geburtshaus. Einige Hebamme können diese Technik und sie soll die Energien im Körper zum Fließen bringen. Übrigens kann man das auch gut machen lassen, wenn man Probleme mit Wassereinlagerungen oder andere Schmerzen hat. Gegen viele dieser Probleme kann man die Akupunktur einsetzen. Wer Angst davor hat, den kann ich wirklich beruhigen. Die Nadeln sind lang und sehr dünn, sodass man sie kaum spürt. Von 6 Nadeln, die an verschiedene Stellen in meine Beine gepikst wurden, habe ich nur eine einzige überhaupt bemerkt. Aber dieser leichte brennende Schmerz war absolut auszuhalten.

Des Weiteren habe ich mir eine Playlist mit Meditationsmusik bei Spotify herausgesucht und mache diese nun immer an, wenn ich bade oder in ruhigen Momenten. Ich praktiziere jetzt kein Hypnobirthing direkt, aber ich denke die Musik werde ich auch bei der Geburt verwenden, um einfach ruhig und konzentriert zu bleiben und ich denke, ich kann mich gut an das entspannende Gefühl erinnern, wenn ich unter der Geburt diese Musik wieder nutze. Zusätzlich habe ich mir von meiner Freundin Jules eine von diesen Kristalllampen geliehen, die rötliches Licht abgeben, um den Entspannungseffekt zu erhöhen und weil es für das Baby schöner sein soll, bei solch einem Licht geboren zu werden als bei grellem Lampenlicht. Wie ich in mehreren anderen Berichten auch schon geschrieben habe, habe ich lange auch noch Pilates gemacht, um durch die Schwangerschaft fit zu bleiben und den Beckenboden und den Rücken zu stärken. Das habe ich ungefähr bis zur 34 SSW gemacht, dann ist es mir zu anstrengend geworden. Trotzdem versuche ich zwischendurch immer wieder Beckenbodenübungen zu machen, da ich denke, dass ich gerade nach der Geburt davon profitieren werde. Zusätzlich versuche ich jeden Tag spazieren zu gehen und ab und an auch Schwimmen, um körperlich fit zu bleiben. Eine der Hebammen im Geburtshaus sagte, wenn man sich nicht bis zum Ende der Schwangerschaft bewegt und seine Muskeln auf Trab hält wird man das bei der Geburt merken, denn da braucht man Kraft und Muskeln und darf nicht geschwächt sein.

Ich kann auch nur sehr einen Geburtsvorbereitungskurs empfehlen, der bereitet einen mental auch noch einmal auf den Ablauf vor und mein Mann und ich haben uns danach sehr viel selbstsicherer bei dem Thema geführt. Wer keine Zeit hat zehn Abende zu so einem Kurs zu gehen, der kann auch einmal nach einem Crashkurs schauen. Der ist dann ein Wochenende von Freitag bis Sonntag gemeinsam mit dem Partner. So haben wir es auch gemacht.

Organisatorische Vorbereitungen

Neben den körperlichen Vorbereitungen, die ich persönlich für am Wichtigsten halte, um selbstbewusst und gut vorbereitet in die Geburt hinein zu gehen, gibt es natürlich ein paar organisatorische Dinge, die man vorbereiten kann. Ganz klassisch zur Vorbereitung jeder Schwangeren gehört ja das Packen der Kliniktasche oder der Geburtshaustasche. In meinem Fall habe ich auch noch einen Hausgeburtskorb gepackt, da ich ja entweder im Geburtshaus oder zuhause entbinden möchte. Was genau darin ist, habe ich letzte Woche in einem Video bei Youtube erklärt. Hier einmal der Link zu dem Video: https://youtu.be/K1DEu7KDGcs

Falls ich doch aus irgendeinem Grund ins Krankenhaus gehen müsste, habe ich auf anraten meiner Hebamme einen Zettel geschrieben und in meinen Mutterpass gelegt, in dem steht, was ich möchte und was ich nicht möchte. Sie sagte, im Mutterpass finden die entsprechenden Personen ihn auf jeden Fall und wissen, wie ich die Geburt wünsche, ohne dass ich alles erklären muss. Da kann man dann Dinge reinschreiben, wie, dass man die Nabelschnur auspulsieren lassen möchte und sonstige Dinge, die vielleicht normalerweise in der Klinik anders gemacht werden. Den Tipp fand ich sehr gut und deswegen wollte ich ihn gerne weitergeben. Weiterhin habe ich auf anraten meiner Hebammen einen Zettel fertiggemacht und an unserem Kühlschrank angebracht, auf dem unsere Hausadresse steht, die Nummern der Hebammen und auch die Adresse und Telefonnummer des nächstgelegenen beziehungsweise des Wunschkreißsaals. Das ist zum einen gut, wenn der Mann die Hebammen anrufen soll, um die Nummern parat zu haben und zum anderen für die Hebammen bei einer Hausgeburt wichtig, falls der Notruf verständigt werden muss oder falls eine Verlegung ins Krankenhaus erforderlich ist. Auch bei zu frühen Wehen oder Ähnlichem hat man die Nummer des Krankenhauses vor Augen. Eine sehr sinnvolle zusätzliche Absicherung, wie ich finde, denn wer möchte unter Wehen schon irgendwelche Adressen oder Telefonnummern heraussuchen.

Was ich außerdem zur Vorbereitung mache ist zwar selbsterklärend denke ich, aber sei der Vollständigkeit halber erwähnt. Ich habe nämlich einmal alle Babykleidung, Decken, Stillkissen usw. mit antibakteriellem Waschgel gewaschen, das ist gerade bei neu gekauften Dingen ein absolutes Muss. Zusätzlich habe ich alle Fläschchen, Schnuller usw. abgekocht. Meiner Meinung nach braucht man dazu nicht unbedingt einen Sterilisator, sondern kann die Sachen auch einfach in einem Topf mit Wasser abkochen. Zusätzlich habe ich die letzten Schwangerschaftswochen damit verbracht, für das Wochenbett etwas vorzukochen, sodass wir uns dann alle als Familie ausruhen können und uns nicht so viele Gedanken darum müssen, was wir essen wollen und wer was kocht. Ich finde dafür eignen sich gut Gerichte wie Chili con Carne und Bolognese, dann muss man nur noch Reis oder Nudeln dazu frisch zubereiten. Auch Eintöpfe funktionieren dafür gut, eben alles, was man nur noch auftauen und aufkochen muss. Und ansonsten bleibt ja auch immer noch Pizza und Döner. Im Übrigen finde ich es nicht zu viel verlangt, der engen Familie und Freunden zu sagen, dass man sich über einen Auflauf oder ein Stück Kuchen freuen würde, wenn sie zu Besuch kommen, um das neue Familienmitglied zu begrüßen. Heute schämen sich viele Wöchnerinnen dafür oder trauen sich das nicht, aber das ist früher Gang und Gäbe gewesen und die meisten machen das auch sehr gerne.

Zuguterletzt habe ich alle Dokumente, die ich für nach der Geburt vorbereiten konnte, für meinen Mann und gemeinsam mit ihm vorbereitet, da ich denke, dass er derjenige sein wird, der dass Baby im Standesamt anmeldet und die Unterlagen für das Kindergeld usw. abschickt. Am Wichtigsten ist, denke ich, die Anmeldung im Standesamt, wo ihr alle nötigen Unterlagen und Geburtsbescheinigungen für die Krankenkasse, Kinder- und Elterngeld bekommt. Hierzu werde ich noch einen separaten Beitrag machen, sobald wir nach der Geburt die ganze Bürokratie geschafft haben, um euch ein paar Tipps mitzugeben. Auf jeden Fall ist es eine große Hilfe und ein gutes Gefühl, wenn man sich an allen entsprechenden Stellen schon einmal die nötigen Unterlagen besorgt hat und soweit ausgefüllt hat wie man kann, sodass man dann nur noch die Angaben des Kindes ergänzen muss. Gerade beim Elterngeld braucht man einige Unterlagen, eine Bescheinigung des Arbeitgebers, Gehaltsabrechnungen usw., die man schon einmal im Vorfeld zusammensuchen kann.

Das klingt jetzt alles ziemlich viel, aber im Mutterschutz ist eigentlich genug Zeit diese Dinge in Ruhe vorzubereiten. Ich hoffe, ich konnte dem ein oder anderen noch ein bisschen mit seinen Vorbereitungen helfen.

Wenn ihr noch Tipps habt, was man vorbereiten kann, woran ich noch nicht gedacht habe, schreibt es mir gerne in die Kommentare. Ich freu mich, wenn wir uns gegenseitig austauschen können.

Du magst vielleicht auch

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.