Mehr Harmonie für mein Zuhause durch KonMari

KonMari Teil 1:

Immer auf der Suche nach ein bisschen mehr Harmonie in meinem Leben, habe ich vor einigen Wochen die KonMari Methode empfohlen bekommen und mir direkt einige Videos und Artikel dazu angesehen.

In dieser Methode empfiehlt Erfinderin Marie Kondo mehr Freude in unser Leben zu bringen, indem man einmal von Grund auf aufräumt und dabei jeden Gegenstand aus seinem Haushalt in die Hand nimmt und dabei überprüft, ob dieser für uns Freude versprüht oder uns glücklich macht. Von allem anderen sollte man sich befreien, also trennen!

Als ich mich in meinem Haushalt umschaue in dem Ich mich irgendwie nie so richtig wohl fühle, scheint mir die Methode genau das Richtige für mich zu sein. Gepackt von meiner Euphorie, dem Minimalisten in mir und in der Hoffnung auf einen Umzug, welcher zusätzlich ein guter Grund zum ausmisten ist, steht der Entschluss fest: Hier wird alles einmal auf den Kopf gestellt!

Zu aller erst sollte man sich einen Moment Zeit nehmen und versuchen so detailliert wie möglich vorzustellen, wie das zukünftige Zuhause befreit aussehen soll. Einerseits empfand ich das schon als schwierige Aufgabe, denn sonst wäre es vielleicht nie zu dem Zuhause gekommen, was es geworden ist und andererseits sammele ich schon seit Jahren Ideen, was für Kleidung ich gerne trage, wie ein gut sortiertes Bücherregal für mich aussieht, eine schöne Küche, ein übersichtliches Kinderzimmer und und und..

Bei der KonMari Methode sortiert man nach Kategorien aus und nicht nach Orten. Dabei sollte bei den weniger emotionalen Kategorien begonnen werden. In meinem Fall empfinde ich das Thema Bücher als weniger emotional als Kleidung, also entscheide ich mich die beiden ersten Kategorien zu tauschen. Als ich da diesen riesen Haufen an Büchern endlich aufeinander gehäuft habe, bin ich doch sehr erstaunt, wie viel sich in einem meiner Meinung nach relativ kleinen Haushalt eigentlich ansammeln konnte. Jetzt geht’s los. Jedes einzelne Buch muss in die Hand genommen werden und abgewägt, ob dieses noch Freude bereitet. Bei einigen Büchern, die noch aus der Schulzeit hier geblieben sind, fällt es mir gar nicht so schwer. Ein abfälliger Blick der sich sofort ausbreitet und Erinnerungen an irgendeinen öden Lehrer, machen es mir leicht und sie wandern sofort in die „Raus damit!“ Kiste. Da fällt einem das vorgeschlagene Bedanken manchmal fast schwer. Aber bei anderen Büchern wird es kniffliger. Ein Buch hält mich besonders lange auf. Es ist das erste Buch, was ich ganz alleine für mich mit etwa 10 oder 11 Jahren gelesen habe. Nur ich kenne die Stellen an denen ich gelacht habe. Erinnere mich daran, dass ich heimlich nochmal das Licht angemacht habe, als meine kleine Schwester im Bett unter mir schon eingeschlafen war. Das Buch sieht wirklich gerädert aus und vermutlich wird es nie wieder jemand lesen. Außerdem bin ich mir nicht mal sicher, ob noch alle Seiten erhalten sind. Und doch lässt es mich nicht los. Ich kann es wirklich nicht aus der Hand legen. Es hält mich wirklich fest und ein Lächeln breitet sich in meinem Gesicht aus. Ich sammle mich kurz. Das Ding ist so alt und kaputt, dass muss doch wirklich raus oder? Ich lege es erstmal auf einen eigenen Haufen und gehe die weiteren Bücher durch. Am Ende habe ich zwei Drittel wenn nicht sogar drei Viertel unserer Bücher aussortiert. Ein paar muss sich Mr. X nochmal ansehen und genauer beurteilen, aber an sich eine wahnsinnig große Ausbeute, wie ich finde. Zum Schluss komme ich wieder zu diesem einen Buch. Also wenn dieses Buch noch immer eine so große Magie und Freude für mich ausstrahlt nach all den Jahren, dann hat es einen Platz in meinem Zuhause verdient! Es darf bleiben.

Dank einer der vielen Seiten im Internet auf denen man sein altes Zeug noch los wird, kann ich einen großen Teil der Bücher noch für fast 70€ verkaufen und der Rest wandert in den nächstgelegenen öffentlichen Bücherschrank. Allein beim wegbringen, dieser Stapel, merke ich wie mir eine Last genommen wird und es ist natürlich weniger, was irgendwann in ein neues Zuhause geschleppt werden muss.

Als ich mein leeres Bücherregal da vor mir sehe, überkommt mich wirklich ein Stück mehr Leichtigkeit.

Alles in allem hab ich allein für das Bücherthema, bis alle Bücher dann auch aus dem Haus waren, die keinen Platz mehr hier bekommen sollten, eine Woche neben Arbeit und Kindern gebraucht. Das ist wirklich mehr als ich erwartet hatte, aber auf das Ergebnis bin ich echt stolz und gespannt drauf wie lang ich noch für die weitere Methode brauche. Allein das nächste Kapitel, nämlich Kleidung wird sicherlich noch aufwändiger. Für 4 Leute, davon 2 im Wachstum, alles mal zusammen kriegen und entscheiden was bleiben darf, ist gar nicht so einfach. Aber dazu dann mehr.

Eure Mag

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